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Montag und Dienstag geschlossen
Tel. +41 (0) 55 246 54 54
höchstgelegenes Gasthaus im Kant. Zürich auf 1200 M.ü.M.
Ihr Naherholungsgebiet der Stadt und Agglomeration Rapperswil, Winterthur und Zürich
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über uns: Züritipp 2005
über den Wolken: Restaurants im Zürcher Oberland 18.02.2005
Im Zürcher Oberland lässt sichs auch bei Schnee und Nebel gut leben. Verschiedene Alpwirtschaften locken mit Sonnenschein, Skiferienstimmung und währschaftem Essen.
Von Urs Hegglin
Die Idee ist bestechend. Wenn Zürich unter einer dicken Nebeldecke vor sich hin friert oder wenn der Schnee in der Stadt zu Pflotsch geworden ist, besuchen wir die nebelfreien Oberländer Beizen, schwelgen in der Sonne und zeigen dem Winter die lange Nase. Am für den Ausflug vorgesehenen Wochenende ist dann aber kein noch so kleiner Nebelschleier zu entdecken. Wir hätten das Wetter in jedem Pöstli-Garten genauso geniessen können. Die Aussicht allerdings nicht. Auf 1200 Meter über Meer liegt die Alp Scheidegg und bietet ihren Besuchern ein einzigartiges Panorama. Höher oben gibts kein Wirtshaus im Kanton. Trotzdem ist die Scheidegg per Auto zu erreichen; liegt genug Schnee, ist die «Piste» allerdings den Schlittlern vorbehalten.
REICHLICH UND GUT
Die fröhliche Bedienung empfiehlt Kalbs-Cordon-bleu (31.50 Fr.) oder Highland-Plätzli Café de Paris (39.50 Fr.). Die Frage nach einer Vorspeise lässt vermuten, dass wir ausgehungert aussehen. Der gemischte Salat (8.50 Fr.) kommt eiskalt auf den Tisch; die Lebensmittelverordnung lässt grüssen. Die Blumenkohlsuppe (6.50 Fr.) - Farbe und Konsistenz erinnern an dicken Nebel - schmeckt dafür umso besser. Das Cordon bleu ist legendär und verdient die Vorschusslorbeeren. Kräftig angebraten, mit viel rezentem Käse und saftigem Schinken gefüllt, bringt es sicher 500 Gramm auf die Waage. Die separat dazu bestellte Rösti scheint aus der gleichen Bratpfanne zu kommen. Auch sie ist goldbraun und knusprig. Die Plätzli stammen von Hochlandrindern, die im Sommer auf den Wiesen der Scheidegg weiden. Das Fleisch, mit einem intensiven Geschmack, ist sehr zart und harmoniert wunderbar mit der Café-de-Paris-Butter. Bei diesen Portionen ist man fast froh, dass noch ein halbstündiger Spaziergang zum Auto wartet. Trotzdem lassen wir uns noch zu Meringues verführen. Sie müssen - wintermässig - unter einem Berg Schlagrahm freigeschaufelt werden. «Da schmeckt Rahm noch nach Rahm und nicht nur nach Luft», meint der Tischnachbar. Recht hat er. Auf die Empfehlungen kann man sich hier verlassen. Einzig beim Wein muss die junge Frau passen: «Wein trinke ich nur mit Cola gemischt.»
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